Jom lah!

27. April 2015 at 12:52

(english version + pictures below)

verfasst im März 2015

– to all my dearest friends and family –

Aku nak makan nasi goreng sayur sahaja. Banja sayur! Tak nak telur, ayam, daging. Terima kasih.

Dann heißt es nur noch hoffen. Kommt die Botschaft so in der Küche an? Versteht der Koch, worauf ich hinaus wollte? Ignoriert er meine Bitte? …und wenn schon. Kein Grund zur Aufregung. Es wird so oder so ein Schmauß!
Gebratener Reis nur mit Gemüse! Ohne Ei, ohne Hühnchen und ohne Rind. Dazu kann es an besonders tollen Tagen sogar noch Daal geben! Egal wie gering meine Ansprüche hierbei sein mögen. Wen kümmerts? Ich bin glücklich! Und wie! Mit den Fingern in der warmen Pampe rührend, jedes Reiskorn mit genug Gewürz und Soße vermischend, wenn die Geschmacksbombe im Mund explodiert und ALLE Sinne sich am Essen ergötzen. Darauf freue ich mich jeden Abend! Oder sogar zweimal am Tag? Es ist der Wahnsinn.
Für 5 RM (Malaysian Ringgit) – umgerechnet knapp 1,25€, gibt es bei mir auf dem Campus (10 Minuten Fußweg & eine 2,5m Mauerüberwindung entfernt) ein Festmahl der Veganität am Büfet, zu dem sich jeden Tag hunderte Studenten einfinden. Darunter einer, der seinen Teller einfach nie voll genug kriegen kann :0) Na, es schmeckt halt!

200 Meter weiter die Sport-Anlagen mit Fußball, Hockey, Basketball, Volleyball,….. -plätzen, Badminton-, Football-tennis- sowie Squashcourts,… ein Traum für Sportliebhaber.
Auf so einem gigantischen Campus sollte das aber auch so sein. Mit gefühlt über 10 (wer zählt schon) Buslinien, die allein für die Kutschierung der Studenten hier zuständig zu sein scheinen, kommt man auch an die abgelegensten Fakultäten. Meine eigene ist so nah, dass ich sie aus dem Fenster meines im 11. Stock liegenden Zimmers sogar mit der Frisbee abwerfen könnte. Auf halbem Wege zum Foodcourt bin ich deshalb schon in einem der Vorlesungssääle, die ich 3 Tage die Woche, für 2 bis 8 Stunden aufsuche.

In Shah Alam gibt es alles was man braucht. Außer eine Meeresküste. Aber es gibt ja noch Busse. Und vielleicht bald wieder ein motorisiertes Zweirad…?
Jungel, Urwälder und Berge, Traumstrände mit Bilderbuch-Riffen sind nur Stunden entfernt. Kann es also kaum erwarten wieder voll durchzustarten & euch mit neuen Abenteuern zu entzücken!

In Brunei (winziger Staat auf der Insel Borneo) habe ich vor 2 Wochen Dimi getroffen, um unvergleichliche Gastfreundschaft & tiefen Jungel erleben zu können. Leider nur 3 Tage lang, haben wir es trotzdem in eine spaßig, aufregende Abenteuer-tour verwandelt.
Außerdem war ich mit Dimi in Singapur, wo wir eine fantastisch trainingsreiche Zeit hatten und so manchen Ulk getrieben haben.
Die Bilder sprechen für sich.

Doch wer mich gut kennt weiß, wie sehr ich neben all dem Turbo-Kram am Wochenende an einem mehr oder weniger strukurierten Alltag „daheim“ aufblühen kann. Vor, zwischen und/oder nach den Vorlesungen gibt es Sport, Essen, Hausarbeiten oder Einkaufen. Hier tatsächlich in der Reihenfolge nach Wichtigkeit & Häufigkeit aufgeführt.
Die meisten hören das hier vielleicht zum ersten Mal von mir: Die Uni macht richtig Spaß! Größtenteils richtig nette, kompetente & unfassbar spaßige und selbstverständlich ausschließlich malaysische Nebensitzer machen es mir einfach, an allem Teil zu haben & voll bei der Sache zu sein in den Vorlesungen und bei den Hausarbeiten. Mit denen macht es auch am meisten Spaß sich sportlich oder einfach so abends beim Abendessen, Kartenspielen, Billiard spielen etc. auszulassen und zu entspannen. Dabei noch so vieles auszutauschen und zu lernen!

So gehe ich das hier alles an. Offen und ohne großen Stress. Ich werde so vieles erleben! Mich durch zu viel Planung und Zukunftsgedanken vom Genießen der Augenblicke, einer lehrreicher als der andere, abbringen zu lassen wird mich unglücklicher machen als nötig. So strahle ich in die Sonne, die sich auch aus den miesepetrigsten Augen noch widerspiegelt.

Das wars vorest, meine Lieben.
Haut raus was euch interessiert! Als Kommentar oder direkt an mich. Ich freue mich, von euch allen zu hören.

Was euch noch erwartet:
Abenteuer Sumatra // Orangutan Stories
Perhentian Islands unter Wasser
uvm!

Bis bald.

PS: An dieser Stelle ein riesen großes Dankeschön an Gabor, der mir Hilft das ganze hier online regeln zu können und zu verwalten. Ohne ihn wäre nichts hiervon möglich.
Die neue Domain war nötig, aus offensichtlichen, kontinentalen Gründen. Jetzt kann es aber fleißig weiter gehen!

written in March 2015

– to all my dearest friends and family –

Aku nak makan nasi goreng sayur sahaja. Banja sayur! Tak nak telur, ayam, daging. Terima kasih.

From there on, all I can do is hope. Will the message make it to the kitchen like this? Does the cook understand what I’m trying to ask for? Will he ignore my request? …ah what the hell. No reason for distress. It’s gonna be a feast anyway!
Fried rice mixed only with vegetables! No egg, no chicken or beef. And on a very wonderful day, there might even be Daal to it! No matter how low my standards might seem. Who cares? I’m happy! Really happy! Munching through the warm mix of foods with my fingers, combining every ricecorn with enough spice and sauce, a taste-explosion hits my tastebuns and all senses cherish the meal to the fullest. This is what I’m looking forward to every night! Or even twice a day sometimes? It’s incredible.
For 5 RM (Malaysian Ringgit) – converting to 1,25€, on campus (10 minutes walk & a 2,5m wall pass away) there is a feast of veganity at the buffet, where hundreds of students pilger every day. Beneath them, one that can’t get his plate full enough :0) It’s just so good!

200 meters further, the sports facilities with soccer, hockey, basketball, volleyball,… – fields and badminton-, Football-tennis- as well as squashcourts.. a dream for sportsfans.
On a gigantic campus like this, it shouldn’t be very different. With over 10 (who counts) buslines, responsible solely for the transportation of students, you can reach even the most secluded faculites. My own is so close, I could even hit with a frisbee from my room in 11th floor. Half way to the food court, I’m already in my lecture rooms, where I spend 2 – 8 hours, 3 days a week.

You can find all you need in Shah Alam. All but an oceancoast. But gladly, there’s busses.
And possibly a new, motorised 2-wheeler soon…?
Jungles, ancient forests and mountains, dreambeaches and pictouresque reefs are only hours away. I therefore can’t wait to fully start off again here and get down to new adventures!

Brunei and Singapore already happened, more to come, more to see, more to show. Check the pics!

But who knows me well remembers, how well a structurized, organized week routine suits me while thriving, with big stuff happening every weekend. Before, after, and / or in between lectures, there is sport, food, assignments or shopping. Here listed in order of importance and frequency.

Most of you might hear this from me for the first time: Uni is real fun!
Mostly really nice, competent and unbelievably funny and (obviously) only Malay classmates make it even easier for me to keep up in class and stay focused. With them, it’s also the most fun to go out for sports, food, play cards, pool and what not and just relax while talking, exchanging, learning.

So this is how I roll here. Open and without much pressure. I am going to have so many new experiences! Destroying the moments as they happen, one greater than the next, by planning too much and not enjoying every second as it comes is not gonna make me happy. So I smile into the sun, reflected by every single pair of eyes that I see.

That’s it for now, friends.
Bring on whatever you want to know! As a comment or directly to me. I can’t wait to hear from you all!

What’s more to come:
Adventure Sumatra // Orangutan Stories
Perhentian Islands under water

Later.

Einige Erläuterungen

30. April 2014 at 12:59

Nachträglich frohe Ostern nach Deutschland!
Ich hoffe ihr habt viel erlebt in die letzten Wochen, die Zeit seit meinem letzten Eintrag hat mir einige unfassbare Erlebnisse gebracht, die ich mit euch teilen möchte.

Doch zu allererst nochmal zurück zu meinem Leben hier, ich bin euch ja noch einige Erklärungen schuldig:

Boda-Boda – ein motorisiertes zweirädriges Gefährt, welches dich in beinahe ganz Uganda und große Teile von Afrika zu jedem beliebigen Ort bringt. Eher gedacht für kürzere Strecken, da es erhebliche Schmerzen im Hintern und in den Beinen mit sich bringen kann.
Bodas sind relativ teuer im Vergleich zu z.B. dem Matatu (kleiner Bus, lizenziert für 14 Personen, m.M.n. gedacht für max. 10 und beladen mit bis zu 20). Jedoch bringt einen das Boda auf kurzem Wege zu jedem gewünschten Ort. Preislich lässt sich oft verhandeln, sollte sogar gemacht werden, weil man als Passagier mit weißer Haut oft mit einem Geldschrank verwechselt wird, der laufend Scheine fallen lässt. Das bringt mich auch direkt zu meinem nächsten Punkt

Being Mzungu – Als weißer in Uganda steht eine Sache fest: man hat richtig viel Geld. Natürlich stimmt das meistens auch, im Vergleich zum Großteil der hiesigen Bevölkerung. So bekomme ich als Praktikant bei der GIZ monatlich ca. das doppelte Jahreseinkommen eines Bauern außerhalb der Stadt. Das ist ein Fakt und muss eben so akzeptiert werden. Ich bin ja nicht hier um den Leuten zu zeigen wie viel Geld ich habe oder ihnen ihres wegzunehmen, sondern hoffe, dass ich das Leben einiger auf die ein oder andere Weise ein wenig verbessern kann.
Eine wundervolle Sache am Mzungu-Dasein hier ist die Reaktion der Kinder wenn man in kleinen Dörfern z.b. auf dem Fahrrad oder dem Boda an ihren Häusern vorbeifährt.
Dort wurde mir das hübsche Wort dann zum ersten mal als Gesangschor entgegen gerufen: „How are you Mzungu! How are you Mzungu!“ (Klingt dann in etwa nach „Hauaiu Muzuuungu!“) Und bringt mich immer wieder zum Lachen, wenn die Kinder sich wie verrückt freuen mal wieder eine Weißnase zu Gesicht zu bekommen 🙂

Luganda – die Muttersprache der meisten Stadtbewohner hier in Kampala, hat einen relativ unkomplizierten Satzbau, doch eine für mich unmöglich zu durchschauende Wortbildung und Deklinationen die sich mir jeder Logik enziehen. Aber hey! Ich bin ja auch kein Local, brauche nur das alltägliche Begrüßen und nach was leckerem zu Essen fragen.
Das kann dann in etwa so ablaufen:

Jebaleko ssebo!
Kale ssebo, jebale!
Kale. Nyagala Chapati sato.
Sato? You want three Chapati?
Yes please.
You know Luganda?!
A little bit. Ssente meka?
One thousand five hundred.
Here you go. Webale ssebo.
Kale ssebo. Bye!
Bye.

Macht richtig Spaß. Vor allem zu sehen, wie sich das Gesicht des Chapati -Verkäufers aufhellt, sobald man ihn auf Luganda anspricht. Das ist ein toller Moment, den ich gerne jeden Tag wiederhole.

Chapati – war mein Grund- und Hauptnahrungsmittel in den ersten 3 Wochen hier. Eine Art veganer Pfannkuchen, in Öl gebrutzelt und eine kleine Fett- und Kohlehydrat – Bombe. Chapati Stände gibt es an fast jeder Straßenecke Kampalas. Das 25/7 Geschäftsleben macht es daher unmöglich nachts hungrig nach Hause fahren zu müssen. Chapati bilden außerdem die Grudlange für Rolex.
Spiegelei, eingerollt in Chapati – Roll eggs! Nichts für mich, jedoch die Leibspeise der meisten meiner befreundeten Mzungus. Inzwischen habe ich meinen Chapati-Konsum aus offensichtlichen gesundheitlichen Gründen eingeschränkt und koche mir sehr viel Gemüse selbst.

Vorsicht, folgender Teil ist vermutlich für einige Außenstehende etwas unverständlich. Aber ich will nichts unversucht lassen alle meine Freunde und Verwandte mit diesem Blog anzusprechen.

Komplikation Parkour – Jetzt fällt es mir schwer die richtigen Worte zu finden. Lasst es mich so versuchen: Am Anfang kam ich hier an und war geschockt wie wenig Möglichkeiten die städtische Umgebung bietet. Wer eines sonnigen Samstag Nachmittags ans Habitat kommt und versucht den weiten Anlaufpräzi zu ziehen, dabei alle 3 Sekunden nervöse Passanten erschreckt und in Schock erstarrende ältere Damen beruhigen muss weiß wovon ich spreche, wenn an einem Spot viel los ist.
Doch natürlich findet man in kleineren Straßen und Gassen immer hübsche Stellen an denen man sich austoben kann. Das geschieht dann allerdings meistens in schicker Hose und Hemd nach der Arbeit, da es sich meist zeitlich nicht lohnt allein fürs Training an 1-2 kleinen Spots so weit in die Stadt hinein zu fahren. Also habe ich angefangen nach Spots bei mir in der Nähe zu suchen. Jeder etwas ältere Traceur weiß, wie gut man sich allein an einem Bordstein austoben kann. Und die meisten von PKS & friends wissen von mir, dass ich selten die Ruhe finde mich lang allein auf eine kleine Sache zu konzentrieren. Das hat sich leider mit meiner Ankunft in Uganda nicht plötzlich geändert. Es fällt mir extrem schwer raus zu gehen und ein wenig zu trainieren. Die Motivation fehlt. Jedoch habe ich das inzwischen akzeptiert. Schon in Deutschland hat sich mein Training mit einem Mal deutlich verbessert und sehr viel besser angefühlt als ich mich nicht mehr raus gezwungen habe sondern einfach los bin wenn ich es kaum noch ausgehalten habe. Hier gehe ich nun regelmäßig ins Fitnessstudio und gehe die restlichen Abende entspannt mit Freunden an. Das fühlt sich toll an und ist nun einfach mein Leben hier. Das tolle ist dann, wenn ich mich wieder auf ein Wochenendabenteuer begebe und der Traceur in mir nicht nur raus will sondern muss, ich einfach komplett eskaliere und mich körperlich an Grenzen bringe von denen ich sonst nur träumen konnte (das Klima und die Höhe hauen ganzschön rein). Parkour wird immer Teil meines Lebens sein. Im Moment ist es eben nicht der Hauptteil, so wie die letzten 2 Jahre in Stuttgart. Aber Freunde, oh Freunde glaubt mir: wenn ich wieder da bin geht’s AB!!!!

Das soll erstmal alles gewesen sein, was mich jeden Tag beschäftigt und betrifft, deshalb wollte ich es direkt mit euch teilen.
Übrigens: wenn euch in meinen Beiträgen irgendetwas auffällt, das ihr nicht versteht, gebt mir bitte Bescheid, ich antworte gern auf Fragen.

In ein paar kleineren Beiträgen möchte ich euch noch von den Abenteuern und Erlebnissen der letzten Wochen erzählen. Es ist so viel passiert, dass ich es in verschiedenen Posts mache um selbst die Übersicht nicht zu verlieren.

Machts gut!

Ssezibwa Falls

Ein erstes Zeichen

20. März 2014 at 12:43

Hallo ihr Lieben!

2 Wochen sind vergangen und heute ist der erste wirklich ruhige Tag seit ich hier bin.
Kampala ist eine unglaubliche Stadt und hat so viel zu bieten, da komme ich kaum dazu mich mal für eine Stunde hin zu setzen und mich aufs Schreiben zu konzentrieren.

Bekanntermaßen begebe ich mich gerne auf Abenteuer, hier kann ich das besser ausleben als jemals zuvor. Direkt nach meiner Ankunft gings los. Abends nach Kabalagala (Partyviertel von Kamplala) einigen Arbeitskollegen bei ihren wochenendlichen Barbesuchen beizuwochenen. Seit ein paar Wochen gibt es in Uganda ein Gesetz gegen Homosexualität und unzügliches Kleiden. In meiner ersten Nacht durfte ich daraufhin Zeuge sein, wie mehrere Polizeitrucks voll mit jungen Mädchen in kurzen Röcken abtransportiert wurden. Die nehmen das richtig ernst. Schwulenhass und eine extrem bibeltreu-christliche Einstellung sind hier allgegenwärtig. Mehr dazu sicher noch in folgenden Updates.

Am 3. Tag ging es segeln auf dem Viktoriasee (um genau zu sein in der Murchison Bay, die allein schon sehr viel größer scheint als der Bodensee, jedoch nur einen kleinen Zipfel des gesamten Sees darstellt). 4 mal gekentert, unmöglich gegen den Wind anzukommen. Da war das Chimsee-Jollen doch noch ein bisschen zu lange her. Trotzdem super viel Spaß, auch wenn mir jeder versichert, dass ich jetzt diesen interessanten Bazillus in mir habe, der praktisch jeden heimsucht der auch nur mit dem Wasser in Berührung kommt. Jedoch macht der sich wohl erst nach einigen Monaten bemerkbar. Dann schmeißt man eine Tablette ein, liegt einen Tag flach und fertig ist die Sache.
Das Wasser im See ist auch ein ganz …besonderes… nie zuvor habe ich Wasser so intensiv GESPÜRT. In jeder noch so kleinen Wunde an Fingern oder den Beinen hat es gebrannt wie verrückt. Beim Duschen passiert das leider auch manchmal. Hahnwasser wid deshalb gekocht oder gefiltert.

Das Wasser hat es mir aber total angetan. Die vielen Möglichkeiten sich hier auszutoben müssen doch auch genutzt werden! Am 2. Wochenende war deshalb extreme whitewater rafting auf dem Nil angesagt. Knapp 2 Stunden Fahrt nach Jinja, wo der Nil beginnt und seine lange Reise bis nach Kairo ins Mittelmehr antritt. Von Jinja aus kann man übrigens bis nach Kairo raften/kayaken. Dauert etwa einen Monat und erfordert jahrelange Erfahrung. ….sollte ich eigentlich auch noch machen bevor ich gehe… : )
Whitewater rafting heißt, sich den Stromschnellen an Engstellen des Nils hinzugeben. Extreme whitewater rafting heißt dabei so verrissen zu werden, dass das Boot kentert und man erstmal einige Sekunden unter Wasser gedrückt wird. 4 Stunden pures Adrenalinvergießen, Mordsspaß und trotz Helm eine Beule am Kopf waren für mich das Ergebnis. Absolut klasse.

Das nächste Nil-Erlebnis hatte ich gestern. (15.3. – Ende 2. Woche) Kayaking war angesagt. Nach ein wenig Paddeln und durch die Strömung kämpfen wurde mir von Coach Ollo (kein Witz) die Rolle gezeigt. Hätte nie gedacht, dass mich das ganze so sehr schaffen würde. Beulen, Schrammen und krasser Muskelkater. Einfach spitze.

Aber mein Leben hier besteht nicht nur aus Action. Unter der Woche arbeite ich im Büro der GIZ. Heftiger Unterschied zu meinen Wochenenden.

Tagesablauf:
6:45 aufstehen, duschen, essen, Hemd & schicke Hose anziehen
7:25 Abfahrt ins Büro
zw. 8:15 und 9:15 Ankunft im Büro, je nach Verkehr
ca. 17:00 Abfahrt nach Hause oder zum Einkaufen
zw. 17:30 und 19:30 Ankunft zu Hause
Abendprogramm: Laufen / Gym / Kochen / Essen gehen
ca. 22:30 kaputt ins Bett fallen.

Das Essen gehen ist oft das beste am Tag. Ca. 15 Minuten von daheim (ich wohne Muyenga, Kiwafu Road [Tschiwafu] ) gibt es ein kleines ethiopisches Restaurant (yes, fingerfood!) in dem ich mit meinen Mitbewohnern (Kaitlynn und Shaheer) und Freunden hin und wieder essen gehe. Für 5000 UGX (Ugandan Shillings), das sind ca. 1,50€, gibt es dort grandiose vegane Mahlzeiten, die mich sogar fast satt machen.

Alles in allem geht es mir hier wirklich gut. Es passiert jedoch so viel, dass ich es langsam, Stück für Stück hier anbringen werde.
Folgen werden noch: Komplikation Parkour, Boda-Boda, Luganda, being Muzungu und eben alles, was ich sonst noch erlebe & mit euch teilen möchte.

(unten oder oben rechts unter „Bilder“ findet ihr einige Fotos der letzten 2 Wochen)

 

Viktoriasee Segelstrand